Gemeinderat Reto Rudolf im ZürichNord vom 13. Juli 2017

Auch «Langweiler» können erfolgreich sein.

Text von Reto Rudolf, Gemeinderat CVP Zürich 11

Der «Tages-Anzeiger» titelte am Morgen nach dem Super Tuesday vom 4. Juli 2017: «Warum die Langweiler siegen». Der Journalist führte aus: «Manche werden sich fragen, wie die Grünen Karin Rykart dem prominenten Nationalrat Bastien Girod vorziehen konnten, um ihren Angriff auf einen zweiten Stadtratssitz zu starten.» Ähnlich erging es vielen vor zwei Wochen. Die FDP-Delegierten schickten Michael Baumer ins Rennen um die bürgerliche Wende. Und nicht die ungleich schillerndere Nationalrätin Doris Fiala. Bei der CVP wählten die Delegierten Markus Hungerbühler und nicht Nicole Barandun, die immerhin die kantonale Partei präsidiert, dem städtischen Gewerbeverband vorsteht und schon im Kantonsrat politisiert hat.
Corine Mauch war es, Claudia Nielsen, André Odermatt, Daniel Leupi, Richard Wolff, Andres Türler und Gerold Lauber ebenfalls: Mitglieder des Gemeinderats, bevor sie in die Exekutive der Stadt gewählt wurden. Raphael
Golta war zuvor Kantonsrat, und nur Filippo Leutenegger schaffte den Sprung in den Stadtrat direkt, ohne kommunale oder kantonale Parlamentserfahrung, dank seiner nationalen Bekanntheit. Dies zeigt sehr deutlich, dass Wählerinnen und Wähler in den «stillen Schaffern» und «ruhigen Chrampfern» Kompetenz und Dossiersicherheit sehen und ihnen darum ihr Vertrauen schenken. Aktive Gemeinderatsmitglieder kennen zudem die aktuellen Probleme der Stadt und wissen ganz konkret, wo der Schuh drückt. Schillernde Politprominenz wie auch Aufsehen erheischende Nacktbilder schaffen zwar eine höhere Bekanntheit, sind jedoch kaum Garant für politische (Wahl-)Erfolge.
Die Findungskommission der CVP hat der Delegiertenversammlung zwei wählbare Stadtratskandidaturen vorgeschlagen. Die Gemeinderatsfraktion unterstützte mit grossem Mehr den Fraktionsvize- und Stadtparteipräsidenten Markus Hungerbühler, der sich in den vergangenen Jahren intensiv für die Stadtpartei eingesetzt hat und an jedem Anlass präsent war. Er ist seit vielen Jahren in der lokalen Politik verankert und mit den städtischen Problemen und Herausforderungen bestens vertraut. Langjähriges Gemeinderatsmitglied zu sein und die verschiedenen Exponenten bereits persönlich zu kennen, ist sicher ein Vorteil. Er wird die CVP im Wahlkampf bestens repräsentieren und
den Stadtratssitz für die Zukunft sichern. Er wird die nötigen Stimmen auch auf der linken Seite holen, da er beispielsweise federführend bei der Parkgebührenerhöhung einen für beide Seiten brauchbaren Kompromiss erreicht hat. Über seine LGBTI-Community wird er zusätzliche Stimmen holen, da diese Kandidaten aus ihren Reihen unabhängig der Parteizugehörigkeit wählen und unterstützen werden.
Die Delegierten der CVP haben Markus Hungerbühler als ihren Stadtratskandidaten nominiert. Er ist für uns der richtige Kandidat. Schenken Sie ihm ebenfalls Ihr Vertrauen und schreiben Markus Hungerbühler am 4. März 2018
zusammen mit Roger Bartholdi (SVP), Michael Baumer (FDP), Susanne Brunner (SVP) und Filippo Leutenegger (FDP) auf Ihren Wahlzettel.